Der Schüleraustausch der Öhninger Schüler in Indien im Herbst 2016

Besuch im Nationalpark Ranthambore

Eine große Vielfalt an Tieren lebt im 400 km2 großen Reservat. Berühmt ist der Park jedoch für seine Bengaltiger. Diese Tiere haben einen Großteil der Scheu abgelegt. Somit stehen die Chancen mehr als gut, einen wilden Tiger zu erleben. Diese Tiere treten hier oftmals sogar tagsüber in Erscheinung und verbergen sich nicht hinter Büschen oder im Wald. Es kann gut möglich sein, dass plötzlich ein Tiger über den Weg läuft. Natürlich haben sie noch den Respekt, das muss auch sein.

Neben den Tigern leben jedoch noch viele andere Tierarten im Reservat und profitieren vom Schutz der Raubkatzen. Vierhornantilopen, Nilgauantilopen, Axishirsche, Sambarhirsche, Wildschweine, Indische Gazellen und Affen finden hier eine Heimat. Bedroht werden sie nur von den Raubtieren der Gegend. Neben den Bengaltiger treten hier Lippenbären, Honigdachse, Hyänen, Goldschakale, Kleine Mungos und Rohkatzen auf, um nur einige zu nennen. Viele Vogelarten leben ganzjährig im Ranthambore Tiger Reservat, aber auch Zugvögel besuchen das Gebiet regelmäßig. Sie ruhen sich von ihrer Reise aus und überwintern teilweise in Indien. Besonders die Trockenwälder und angelegten Seen sind der Treffpunkt für allerlei Vogelarten. Zu sehen sind dann unter anderem Reiher, Kormoran, Eisvögel, Pfauen, Schwarzstörche, Falken und der majestätische Adler.

In diesem Jahr sind die erwachsenen Begleiter Frau Salzberger als Lehrkraft und Frau Müller als die Austauschbeauftragte der Schule. Zuerst stand ein Besuch des nationalparks in Ranthambore auf dem Programm
Sikahirsche im Nationalpark von Ranthambore

Sogar einen Leopard konnte man fotografieren und anschließend hat man am Bahnhof von Ranthambore auf den Zug gewartet.
Übernachtet wurde in einem sehr schönen Hotel in Ranthambore. Hier rechts die Außenansicht nachts mit schöner Beleuchtung.
Das Hotel von außen bei Nacht

In dem es sogar für uns eine eigene Tanzshow gab. Dann gab es vor dem Citypalast von Jaipur ein erstes gemeinsames Gruppenfoto
Etwa 11 Kilometer von Jaipur entfernt liegt das Fort Amber. Es war Fürstenpalast der Kachchwaha-Dynastie, bevor Jaipur zur Residenzstadt wurde. Bei vielen Gebäuden sind deutliche Anklänge bzw. Übernahmen aus der Mogul-Architektur zu spüren.
Als besonders sehenswert gilt der Spiegelsaal, ein Teil des Diwan-i-Khas, dessen Inneres mit einer Vielzahl von kleinen Spiegeln dekoriert ist, die auch die im bengalischen Stil gestaltete Decke überziehen. Die Wände und Pfeiler des Palastes sind vollständig mit weißen Marmorplatten verkleidet; die Säulen sind aus massivem Marmor.



Fort Amber in Jaipur

Auf dem Rücken der Elefanten hinauf zu Fort Amber

Unser Hotel in Jaipur und wir beim Abendessen. Der prächtige Stadtpalast im Zentrum von Jaipur ist für die Öffentlichkeit heute teilweise zugänglich. In den anderen Teilen wohnen noch die Nachfahren der Rajas, ist das Oberhaupt im Haus anwesend wehen seine Fahnen hoch über den Dächern. Sind eine große und eine kleine Fahne sichtbar, bedeutet dies die Anwesenheit des Maharajas. Ist nur die große Fahne oben, ist der Maharaja gerade auf Reisen. So konnten früher auch weit entfernte Bittsteller sehen, ob sich der Weg zur Audienz nach Jaipur lohnte oder nicht, und diese Sitte hat man beibehalten.

Das mehrtägige Diwali-Fest ist eines der beliebtesten im Hinduismus
und so etwas wie das indische Weihnachten. Diwali bedeutet übersetzt:
„die Reihen der erleuchteten Lampen“. Straßen, Geschäfte und Privathäuser
werden an diesem Tag mit Öllampen geschmückt, die Nacht wird durch
Feuerwerk zum Tag gemacht. Dieser Teil des Festes erinnert dann eher an Silvester.
  Das internationale Wahrzeichen für Jaipur ist die weltweit einmalige Fassade des so genannten Palastes der Winde. Der Maharadscha Sawaj Pratap Singh (1778-1803) ließ das Gebäude 1799 als Teil des Stadtpalastes errichten, um seinen Hofdamen die Möglichkeit zu geben, das Geschehen auf der Straße zu beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Das fünfstöckige Gebäude mit der wabenartigen Fassade besteht aus rotem und rosa Sandstein mit Verzierungen aus Branntkalk. Die Fassade zur Straße enthält 953 kleine, kunstvoll gestaltete und vergitterte Fenster, die eine ständige Luftzirkulation gewährleisten. Die Gitterfenster (Jalis) ermöglichten es den Frauen des Hofes, unbeobachtet das Treiben auf der Straße verfolgen zu können. Die Schönheit dieser bienenstockartigen Fassade entfaltet sich besonders in den Morgenstunden, wenn das Licht der aufgehenden Sonne auf den Palast fällt. Das innere besteht aus kunstvoll gestalteten Kammern und Gängen. Ein wahres Wunderwerk, das nahezu unvergesslich ist. Der Palast der Winde liegt an einer viel befahrenen Straße im Herzen der Stadt. Ständig halten Autos und Reisebusse vor der roten Fassade und Besucher schießen aus allen Richtungen Fotos. Der Palast der Winde wird von der Rückseite aus betreten. Viele Besucher sind überrascht, dass sich hinter der verschwenderisch dekorierten Fassade nicht etwa das Innere eines prächtigen Palasts befindet, sondern bloß ein Innenhof mit einem Aufgang aus Treppen und Rampen, die zu Emporen führen. Der Palast der Winde bietet darüber hinaus für Touristen, die den Aufstieg auf die Emporen unternehmen, einen hervorragenden Blick auf den Stadtpalast und das rege Treiben auf den Straßen von Jaipur.
Ein kleiner Rückblick auf die Reiseroute bis Abu Dhabi
Indischer Kollege Shiraz Ellis, K. Salzberger, Lehrerin, | Observatorium in Jaipur rechtes Foto
Jona Waldvogel ( Begleitperson ) Jona Waldvogel war
beim ersten Austausch 2008 als Grundschüler der
Grundschule Lörrach-Tumringen dabei!
   


Observatorium in Jaipur

Die größte dieser Anlagen wurde nach dem Vorbild des Observatoriums in Delhi in der neuen Hauptstadt Jaipur von 1727 bis 1733 errichtet. Es beherbergt 14 nach astronomischen Gesichtspunkten entworfene Bauwerke. Diese dienen unter anderem der Messung der Zeit, der Voraussage von Eklipsen, der Beobachtung der Planetenbahnen, der Bestimmung von astronomischer Höhe und Deklination und der Erstellung von Ephemeriden. Das größte Bauwerk ist das Samrat Jantar, eine Sonnenuhr mit einer Höhe von 27m, die die Zeit auf etwa 2s genau anzeigen kann.
Die Anlage wurde 1901 restauriert und 1948 zu einem National Monument Indiens erklärt. 2010 wurde das Observatorium als UNESCO-Welterbe anerkannt.